Schimmelpilzbefall bei Nahrungsmittel

Bis in die 1060 Jahre galt der Verzehr von verschimmelten Nahrungsmitteln oder das Verfüttern von verschimmelten Tierfutter an Tiere als gesundheitlich unbedenklich.

Für Lebensmittel relevante Schimmelpilze (produzieren Mykotoxine) befallen die Produkte, wie zum Beispiel Getreide, schon am Feld, bei der Lagerung, beim Transport oder der Weiterverarbeitung. Kontaktmöglichkeiten für die Menschen sind der direkte Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder von Fleisch- oder Milchprodukten, die von mit kontaminierten Futtermitteln versorgten Tieren stammen.

Die chronische Aufnahme von Mykotoxinen ist in feuchtwarmen Ländern höher als in unseren Breitengraden, da die Produktion von Mykotoxinen durch Schimmelpilze von der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur abhängt. Manche Mykotoxine können Leberkrebs verursachen und das Risiko steigt bei chronischen Lebererkrankungen, wie chronischer Hepatitis B. 

Folgende Nahrungsmittel sind anfällig für den Befall von Schimmelgiftbildner:

Getreide, Mais, Nüsse, Hülsenfrüchte, Trockenobst, Kräuter, Gewürze

Die EU gibt Höchstgrenzen für Mykotoxine vor. Österreich hat eine ausgezeichnete Lebensmittelhygiene und dadurch keine relevante Gesundheitsgefährdung durch Mykotoxine. Mykotoxine sind Hitze stabil und unsichtbar und schwer von ungefährlichen Pilzen, die zur Geschmacksveredelung in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, zu unterscheiden.

Generell ist zu empfehlen, dass Nahrungsmittel mit sichtbaren Schimmelbefall nicht verzehrt werden sollten! Bei fortschreitenden Klimawandel in Europa ist eine Hepatitis B Impfung zu empfehlen. Lebensmittelkontrollen und Hygiene machen Lebensmittel in Europa sicher.

Schönen Herbst

Ihre Dr. Susanne Hellwagner

Österr. Ärztezeitung, 10.6.18, M.Rohac
Foto © Heinrich Linse / pixelio.de '

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